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Die Montane Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří

 

 

 

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Welterbeantrag zur „Montanregion Erzgebirge/ Krušnohoří“ von Vereinsmitgliedern in neuer Struktur bestätigt

Schwarzenberg, 26.06.2017: Zur heutigen Mitgliederversammlung des Vereins „Welterbe Montanregion Erzgebirge e. V.“ im Schloss Schwarzenberg fassten die Mitglieder drei Beschlüsse. Im Mittelpunkt stand der Welterbeantrag in seiner neuen Struktur.

Hauptthema während der Vereinssitzung am heutigen Vormittag war der Beschluss des neuen Welterbeantrages in überarbeiteter Form. Neu heißt: Die drei grundsätzlichen Empfehlungen aus dem Beratungsprozess von 2016 mit ICOMOS, dem Internationalen Denkmalrat in Paris, wurden final umgesetzt im Hinblick auf eine erfolgreiche Einschreibung in die UNESCO-Welterbeliste im Sommer 2019. Die Empfehlungen von ICOMOS bezogen sich auf die folgenden Schwerpunkte:

1. Stärkung des Kulturlandschaftsansatzes im Antrag durch die Verbindung ehemals einzelner Bestandteile zu größeren Kulturlandschaftsgebieten,

2. Konzentration auf die Epochen und Verfahren des unmittelbaren Erzbergbaus,

3. Präzisierung der Begründung des außergewöhnlichen universellen Wertes hin zu den technologischen, wissenschaftlichen und administrativen Errungenschaften des erzgebirgischen Montanwesens sowie den Einfluss auf andere Bergbauregionen weltweit.

„Zweifelsfrei – die Chance auf eine Einschreibung in die Welterbeliste erforderte Kompromisse, die den Antrag in seiner neuen Struktur aber in Summe stärken und die Empfehlungen von ICOMOS aus dem Beratungsprozess vom vergangenen Jahr im Kern umsetzen. Es war uns wichtig, auch für diejenigen Städte und Gemeinden eine Lösung zu finden, die aufgrund der neuen Struktur keine unmittelbaren Welterbe-Bestandteile mehr besitzen. Letztendlich wird aber die Region als Ganzes von der positiven Entscheidung der Prüfungsgremien und dem Welterbetitel profitieren“, erklärte Landrat a.D. Volker Uhlig, der dem Welterbeverein für den Landkreis Mittelsachsen vorsteht.

Im Ergebnis der Überarbeitung des Antrages wurden die ursprünglich 79 sächsischen Bestandteile hauptsächlich durch Verbindung der Kernzonen und gemeinsamer untertägiger Bergbaustrukturen auf nun 17 zusammengefasst. So wurden beispielsweise im Raum Annaberg-Buchholz neun Bestandteile zu drei Montanlandschaften gebündelt. Zusätzlich fünf Bestandteile befinden sich auf tschechischer Seite. Hinter der neuen Gesamtstruktur auf sächsischer Seite stehen ca. 400 Einzelobjekte bzw. Denkmalensembles.

Die ICOMOS-Empfehlungen machten aber auch das Herauslösen von einzelnen Objekten erforderlich. Sieben von 32 Mitgliedskommunen sind betroffen, die nun keinen eigenständigen Bestandteil mehr haben, deren Objekte aber als „assoziierte Stätten“ weiterhin im Welterbeantrag eingebunden bleiben. Für diese Kommunen ist dadurch auch zukünftig eine Mitarbeit und Mitsprache im Welterbeverein möglich. Die assoziierten Stätten werden eng in die Präsentation, Vermarktung und Vermittlung des künftigen UNESCO-Welterbes eingebunden und bei Maßnahmen zum Schutz und Erhalt der Stätten berücksichtigt.

Dem Beschluss des neuen Antrages ging am Vormittag die Bestätigung der Liste der 17 neuen sächsischen Bestandteile und assoziierten Stätten durch die Vereinsmitglieder voraus. Der dritte Beschluss betraf den aktualisierten Managementplan.

Der weitere Ablauf sieht im September 2017 die Übergabe des Antrages zur Vollständigkeitsprüfung an die UNESCO vor. Stichtag, an dem der Antrag in gebundener Form final in Paris vorliegen muss, ist der 1. Februar 2018. Danach beginnt erneut das mehrstufige Prüfverfahren. Gibt es daraufhin eine positive Empfehlung, besteht berechtigte Hoffnung auf die Einschreibung der Montanen Kulturlandschaft Erzgebirge/Krušnohoří in die UNESCO-Welterbeliste im Sommer 2019.

Geplante Welterbe-Objekte in Marienberg

Historische Altstadt mit dem Bergmagazin


Die Bergstadt Marienberg wurde nach reichen Silberfunden in der Region 1521 gegründet und als Planstadt errichtet. Der Stadtgrundriss folgt den Grundsätzen einer Idealstadt der Renaissance, die hier erstmals nördlich der Alpen zur Anwendung kamen. Zu den bedeutendsten Sachzeugen gehören u.a. das Renaissance-Rathaus, die Hallenkirche St. Marien, die Stadtmauer und das Bergmagazin.

Bergbaulandschaft bei Lauta

Die Zeugnisse des Bergbaus in Lauta reichen bis ins 16. Jh. zurück. Beeindruckend sind die den Erzgängen folgenden, landschaftsprägenden Haldenzüge des Silbererzbergbaus. Jede Halde markiert den Standort eines oder mehrerer Tagesschächte. Der Abstand der Halden orientiert sich an der Größe der damaligen Grubenfelder. Zu den historisch bedeutendsten Gängen gehören der „Bauer Morgengang“ und der „Elisabeth Flache“.

 

 

 

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