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Projekt Hilfe kennt keine Grenzen





Deutsch-tschechisches Jugendcamp

In der Küche im Bergmagazin wurden Pfannkuchen gebacken
Am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Marienberg konnte unter anderem Tischfußball gespielt werden
Führung über das Gelände des Besucherbergwerkes Pferdegöpel

Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 14 Jahren aus unserer Partnerstadt Most, aus Kalek, Hora Svatého Šebestiána sowie von den Jugendfeuerwehren Rübenau und Satzung nahmen vom 9. bis 11. Juni 2017 an einem gemeinsamen Jugendcamp im Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Marienberg teil.
Am Freitagnachmittag wurden alle Teilnehmer von Oberbürgermeister André Heinrich herzlich willkommen geheißen. Nach einer kleinen Stärkung wurde der als Schlafsaal genutzte Schulungsraum der Marienberger Wehr bezogen, bevor es in die marena zum Abendessen und Bowling ging. Am Samstag besuchten die Kinder das Bergmagazin und das Besucherbergwerk Pferdegöpel in Lauta. Abends wurde gemeinsam gegrillt und in gemütlicher Runde an der Feuerschale zusammengesessen.
Am Sonntag stand der Besuch des Erlebnisbades AQUA MARIEN auf dem Programm, bevor am Nachmittag die Heimreise angetreten wurde. Der Abschied fiel nicht jedem leicht, sind doch in der kurzen Zeit schon Freundschaften entstanden.

Das Jugendcamp ist ein Teil des gemeinsamen Projektes „Hilfe kennt keine Grenzen – Zusammenarbeit der Feuerwehren in der Kammregion des Erzgebirges“ aus Mitteln der Europäischen Union und des Kooperationsprogramms zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020 im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“.

 

 



Grundsteinlegung für das neue Gerätehaus in Satzung

Die Kinder der Kita "Senfkorn" hatten ein tolles Programm vorbereitet
v.l.n.r. Frau Dachselt, Herr Rothe, Herr Heinrich, Herr Theml, Herr Heidel, Herr Baldauf

Bei strahlend blauem Himmel erfolgte am 16.05.2017 die Grundsteinlegung für das neue Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Satzung am ehemaligen Standort der alten Schule.

Oberbürgermeister André Heinrich hatte dazu nicht nur Planer, Stadträte, Verantwortliche der Verwaltung, Geschäftsführer der bauausführenden Firma, Feuerwehrkameraden und Pfarrer eingeladen, sondern auch die Vertreter der Euroregion und die Kameraden der befreundeten Feuerwehren aus Hora Svatého Šebestiána und Kalek sowie der Partnerstadt Most.

Für die gute Verständigung mit den tschechischen Gästen sorgte Dolmetscherin, Frau Polesná aus Ústí nad Labem. Die Kinder vom ortsansässigen Kindergarten „Senfkorn“ umrahmten mit einem sehr passenden Programm den feierlichen Akt der Grundsteinlegung. Sie hatten ganz genau im Blick, was sich nun seit

dem 3. April 2017 auf der Baustelle in der Nähe ihrer Kindertagesstätte tut. In seiner Ansprache bekräftigte Oberbürgermeister André Heinrich noch einmal die Notwendigkeit des Neubaus. Die gegenwärtig genutzten Räumlichkeiten in der Satzunger Kirchstraße 5 sind sehr beengt und entsprechen seit langem nicht mehr den heute geltenden Vorschriften und Standards, vor allem hinsichtlich der Unfallverhütung und Einhaltung der Hygienevorschriften. Dank des Neubaus können die 44 aktiven Kameraden und 9 Mitglieder der Jugendfeuerwehr im nächsten Jahr ihr neues Gerätehaus beziehen, um dort unter guten Bedingungen ihre Dienste und Schulungen durchzuführen und ihre umfangreiche Technik und Ausstattung unter Einhaltung der geltenden Vorschriften vorzuhalten. Die Baumaßnahme ist Bestandteil des gemeinsamen Projektes „Hilfe kennt keine Grenzen – Zusammenarbeit der Feuerwehren in der Kammregion des Erzgebirges“, mit unseren Partnern aus Most, sowie den Gemeinden Hora Svatého Šebestiána und Kalek zur Verbesserung und Intensivierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. 


Im August 2015 begann gemeinsam mit den tschechischen Projektpartnern die Erarbeitung des Projektes. Nachdem der Projektantrag vom zuständigen Begleitausschuss geprüft und diesem schließlich am 15. März 2016 zugestimmt wurde, war die Freude darüber sehr groß. Oberbürgermeister André Heinrich dankte allen Beteiligten für die Realisierung des Projektes. Er hob die gemeinsamen Aktivitäten hervor, die es bereits seit vielen Jahren zwischen den Feuerwehrkameraden dies- und jenseits der Grenze gibt. Sicher wird der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses die Beziehungen weiter vertiefen und somit dazu beitragen, manches neue Vorhaben gemeinsam auf den Weg zu bringen. Die Kosten für den Ersatzneubau belaufen sich auf rund 513.500 Euro. Die Förderung aus Mitteln der Europäischen Union auf Grundlage des Kooperationsprogramms zur „Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020 im Rahmen des Ziels Europäische territoriale Zusammenarbeit“ (Interreg VA) beträgt 85 Prozent.

Nach seiner Rede übergab der Oberbürgermeister das Wort an den Projektplaner Joachim Baldauf, der einige Ausführungen zur Art und Weise des Gebäudes machte. Wehrleiter Michael Rothe schaute dankbar auf die erste Etappe beim Bau des neuen Gerätehauses, bedankte sich für die bisherige Unterstützung bei Stadtrat und Verwaltung, den befreundeten Feuerwehrkameraden aus Tschechien und der Förderstelle. An der Vorfreude auf den Umzug und die zu erwartenden guten Bedingungen, ließ er alle Gäste teilhaben. Die Vorbereitung für die Grundsteinlegung mit dem Bestücken der Hülse mit Zeitdokumenten tätigten der Oberbürgermeister André Heinrich, die Beigeordnete für das Finanzwesen, Heike Dachselt, der Planer Joachim Baldauf, der Wehrleiter Michael Rothe, Stadtrat und ehrenamtlicher Stellvertreter des Oberbürgermeistes, Uwe Theml sowie der Geschäftsführer der bauausführenden Firma, Jens Heidel. Das Versenken der Hülse und das Verschließen mit Beton übernahm der Polier Peter Wenzel, bevor die symbolischen Hammerschläge gesetzt wurden. Pfarrer Volkmar Freier betonte in seinen Worten, wie wichtig die Feuerwehr für das Gemeinwesen ist und sprach den Segen für einen guten Bauverlauf aus. Mit kleinen Geschenken dankte der Oberbürgermeister den Kindern. Die Gäste lud er in das alte Feuerwehrgerätehaus ein, wo sich in freundschaftlicher Atmosphäre ein reger Austausch anschloss.

Hilfe kennt keine Grenzen – Zusammenarbeit der Feuerwehren in der Kammregion des Erzgebirges

Einsatzkräfte der Feuerwehren Hora Svatého Šebestiána und Satzung
üben die Bergung eingeklemmter Personen aus einem verunfallten Fahrzeug
Die Feuerwehr Most bei der Containerbrandbekämpfung

Die zweite grenzüberschreitende Übung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Most, der Gemeinden Kalek und Hora Svatého Šebestiána sowie der Freiwilligen Ortsfeuerwehren Satzung und Rübenau der Großen Kreisstadt Marienberg fand am 22. April 2017 im Ortsteil Satzung statt.

Trotz eisiger Temperaturen hatten sich bereits gegen 15:00 Uhr Schaulustige am Sonnenhof  eingefunden. Schwarzer Rauch stieg in den Himmel und die Sirene ertönte.

Als kurze Zeit später nacheinander die voll besetzten Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren Most, Hora Svatého Šebestiána, Rübenau und Kalek begleitet durch die Freiwillige Feuerwehr Reitzenhain eintrafen, wurden sie umgehend durch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Satzung verschiedenen Übungsszenarien zugewiesen:

Während die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Most einen lodernden Containerbrand löschten und die Einsatzkräfte aus Hora Svatého Šebestiána und Satzung gemeinsam einige Meter weiter eindrucksvoll die Bergung von mehreren eingeklemmten Personen aus zwei verunfallten Pkw übte, bekämpften die Kameraden aus Kalek und Rübenau zusammen einen Schuppenbrand nachdem sie dort zuvor die Rettung eingeschlossener Personen trainierten.

Die verschiedenen Einsatzspektren konnten trotz einiger weniger sprachlicher Barrieren in gutem Miteinander und gemeinsamer Nutzung der jeweils vorhandenen Rettungstechnik zügig abgearbeitet werden.

 

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Most nutzten diese Übung, um ihr neues Großtanklöschfahrzeug vorzustellen, welches ebenfalls als Teil unseres gemeinsamen Projektes „Hilfe kennt keine Grenzen – Zusammenarbeit der Feuerwehren in der Kammregion des Erzgebirges“ aus Mitteln der Europäischen Union und des Kooperationsprogramms zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014-2020 im Rahmen des Ziels „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ beschafft wurde.

 

Nachdem alle Einsatzszenarien abgearbeitet und die Einsatzmittel wieder auf die Fahrzeuge verbracht wurden, begaben sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Satzung, wo sie bereits mit selbst zubereiteten Speisen erwartet wurden. Nun wieder gut gestärkt erfolgte die Auswertung der Übung bevor die Heimfahrt angetreten und die Einsatzbereitschaft in den eigenen Gerätehäusern wieder hergestellt werden konnte.

 

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieser Übung. Besonders aber den Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Satzung für die sehr gute und umsichtige Organisation, der Freiwilligen Feuerwehr Reitzenhain für ihre Unterstützung sowie der POSA Möbelsysteme GmbH und Drehteile Haustein GmbH für die Erlaubnis der Nutzung ihrer Firmengrundstücke.

 

Die nächste gemeinsame Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehren Most, Hora Svatého Šebestiána, Kalek, Rübenau und Satzung ist bereits für August dieses Jahres geplant.

 

Auf Wiedersehen in Kalek!

Gruppenfoto der ca. 70 Übungsteilnehmerinnen- und teilnehmer

1. gemeinsame Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Most, der Gemeinden Kalek und Hora Svatého Šebestiána sowie der Freiwilligen Ortsfeuerwehren Satzung und Rübenau

Gruppenfoto beteiligter Einsatzkräfte
Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Rübenau, Hora Svatého Šebestiána, Most und Satzung
Gemeinsame Bekämpfung eines Pkw-Brandes

 

Am 18. September 2016 fand die erste grenzüberschreitende Übung der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Most, der Gemeinden Kalek und Hora Svatého Šebestiána von tschechischer sowie der Freiwilligen Ortsfeuerwehren Satzung und Rübenau von deutscher Seite aus, im Rahmen des Projektes „Hilfe kennt keine Grenzen – Zusammenarbeit der Feuerwehren in der Kammregion des Erzgebirges“ statt.

 

Insgesamt 53 Kameraden der beteiligten Freiwilligen Feuerwehren trafen sich 11:00 Uhr bei strömendem Regen mit ihrer auf insgesamt 10 Fahrzeugen verlasteten Rettungstechnik am Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Hora Svatého Šebestiána.

 

Die erste Übungsaufgabe lautete: „Unfallrettung von drei eingeklemmten Personen aus zwei Fahrzeugen“ und wurde durch die Freiwilligen Feuerwehren Hora Svatého Šebestiána und Satzung gemeinsam bewältigt.

 

Anschließend bekämpften die Freiwilligen Feuerwehren Most, Kalek und Rübenau Fahrzeugbrände mittels Wasser und Schaum.

 

Die Verständigung und das gemeinsame strategische Vorgehen tschechischer und deutscher Einsatzkräfte konnte an diesen beiden Einsatzszenarien gut trainiert werden.

 

Im Anschluss an den praktischen Teil der Übung wurde diese gemeinsam ausge-wertet und sich für die Heimfahrt durch einen Imbiss gestärkt.

 

Gegen 14:30 Uhr konnten die Freiwilligen Feuerwehren ihre Bereitschaft in den eigenen Gerätehäusern wieder herstellen.

 

Fazit: Eine gelungene Übung, bei der neue Kontakte geschlossen, bestehende intensiviert und miteinander trainiert wurde und man sich gemeinsam auf die nächste Übung freut.

 

Ein herzliches Dankeschön gilt der Gemeindeverwaltung und Freiwilligen Feuerwehr Hora Svatého Šebestiána für die gute Organisation der Übung.

Hilfe kennt keine Grenzen – Zusammenarbeit der Feuerwehren in der Kammregion des Erzgebirges

Im August vergangenen Jahres begannen wir, gemeinsam mit unseren tschechischen Projektpartnern, der Stadt Most sowie den Gemeinden Hora Svatého Šebestiána und Kalek, ein grenzüberschreitendes Projekt im Bereich Brandschutz zu erarbeiten.

 

So ist es unser Ziel, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Freiwilligen Feuerwehren von Marienberg, insbesondere unserer Ortsteilfeuerwehren Satzung und Rübenau, von Most, Kalek und Hora Svatého Šebestiána weiter zu intensivieren, Dienste und Ausbildungen gemeinsam durchzuführen und Technik sowie Räumlichkeiten den Projektpartnern gegenseitig zur Verfügung zu stellen. Um dies zu gewährleisten, sollen neben den Anforderungen an die Ausbildung der Kameraden und die notwendige Technik auch entsprechende räumliche Voraussetzungen geschaffen werden. Daher ist beispielsweise die Anschaffung von Feuerwehrfahrzeugen unserer Projektpartner aus Most und Kalek und ein Ersatzneubau des Feuerwehrgerätehauses im Ortsteil Satzung notwendig. Außerdem ist ein mehrtägiges Jugendcamp aller Partnerwehren im Frühjahr 2017 in Marienberg geplant, bei dem sich Kinder und Jugendliche kennlernen und gemeinsame Aktivitäten durchführen. Als Projektabschluss wird ein feierliches Treffen aller beteiligten Freiwilligen Feuerwehren stattfinden.

 

Die umfangreichen Unterlagen zur Beantragung von Mitteln der Europäischen Union konnten im vergangenen Jahr Mitte September bei der Sächsischen Aufbaubank eingereicht werden. Dies geschah auf Grundlage des Kooperationsprogramms zur „Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und der Tschechischen Republik 2014–2020 im Rahmen des Ziels Europäische territoriale Zusammenarbeit“ (Interreg V A). Der Titel unseres gemeinsamen Projektes, welcher gleichzeitig dessen Inhalt treffend beschreibt, trägt den Namen: „Hilfe kennt keine Grenzen – Zusammenarbeit der Feuerwehren in der Kammregion des Erzgebirges“. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf ca. 1.018.800 Euro. Die Förderung beträgt 85 % aus dem Programm Interreg V A. Der Projektzeitraum begann am 1. Januar 2016 und endet am 31. Dezember 2017. Die Stadt Marienberg übernimmt die Aufgaben als federführender (Lead-)Partner.

Die Teilnehmer des Workshops beraten sich zu geplanten Aktivitäten

Der 1. Workshop des Projektes fand am 1. Juni 2016 im Ortsteil Satzung statt, bei dem sich Vertreter der Stadtverwaltung Most, der Gemeindeverwaltung Hora Svatého Šebestiána und Kalek, der Freiwilligen Feuerwehren Hora Svatého Šebestiána und Satzung sowie der Stadtverwaltung Marienberg trafen, um gemeinsam Details zu den Förderbestimmungen zu besprechen und sich hinsichtlich geplanter gemeinsamer Dienste und Übungen der Feuerwehren auszutauschen.

Besichtigung des künftigen Standortes des Feuerwehrgerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Satzung

Im Anschluss daran begaben sich die Teilnehmer des Workshops zum Standort des künftigen Gerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Satzung, wo Herr Gottschalk, Sachgebietsleiter Hochbau und Gebäudeverwaltung der Stadtverwaltung Marienberg, das geplante Bauvorhaben erläuterte. Der nächste Workshop ist für November in Hora Svatého Šebestiána geplant.

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